Die Sachverständigen von DEKRA warnen davor, den Autotank bei Sommerhitze bis zum Stehkragen zu füllen.
Bei großer Wärme dehnt sich der zuvor in kühlen Erdtanks gelagerte Kraftstoff aus und kann aus randvollen Tanks auslaufen. Dann fehlt nur noch eine achtlos weggeworfene Zigarette, um das Fahrzeug in Flammen aufgehen zu lassen.
Der Kraftstoff kommt an der Tankstelle meist mit etwa 12 bis 17 Grad aus den kühlen Erdtanks. „Steigt die Temperatur um 20 Grad, dehnen sich 50 Liter Kraftstoff um etwa einen Liter aus, der dann nach außen drückt“, warnt Thomas
Lange, Experte für Brandursachen bei DEKRA. Kommt ein zündender Funke dazu, droht ein Brand. Im Übrigen belastet Kraftstoff die Umwelt und greift Lack und Dichtungen an. Autofahrer sollten daher nicht „nachschenken“, wenn die eingerastete Zapfpistole beim Tanken selbständig abschaltet, rät der Experte.
Noch kritischer ist die Situation bei Motorrädern. Wird ein bis zum Rand betanktes Motorrad nach dem Tanken in der Sonne schräg auf dem Ständer abgestellt, kann Benzin durch die Entlüftungsleitung nach außen drücken und sich unter Umständen an der heißen Abgasanlage entzünden.
Zu einer selbstgemachten Zeitbombe kann auch ein Benzinkanister im Kofferraum eines Autos werden. Dehnt sich der Kraftstoff im Kanister aus, können schädliche Dämpfe frei werden, die sich, beispielsweise bei einem Unfall, entzünden können.